Der Schweizerische Schwarze Schäferhund ist nicht nur ein eleganter Hund mit dunklem Fell: Er ist vor allem ein treuer, lebhafter Begleiter mit großer Sensibilität. Ob Sie nun Liebhaber langer Waldspaziergänge, Anfängerzüchter oder einfach neugierig sind, mehr über diese Rasse zu erfahren – dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden, nuancierten und gut dokumentierten Überblick. Sie finden darin die faszinierende Geschichte des Schweizerischen Schwarzen Schäferhunds, sein Temperament, seine täglichen Bedürfnisse sowie die Schlüssel, um ihm ein ausgeglichenes und liebevolles Leben zu ermöglichen.
1. Herkunft und Geschichte des Schweizerischen Schwarzen Schäferhunds
Abgeleitet von den alten helvetischen Hirtenhunden, wird der Schweizerische Schwarze Schäferhund, oft „BNS“ genannt, offiziell zu Beginn des 20. Jahrhunderts anerkannt. Ursprünglich begleiteten diese schwarzen oder sehr dunklen Hunde die Schweizer Hirten, um Herden und Milchbetriebe zu bewachen. Sehr robust und mit einem angeborenen Schutzinstinkt ausgestattet, durchquerten sie die Alpenwiesen, bevor sie als eigenständige Rasse standardisiert wurden.
Im Jahr 1908 entschied die Schweizer Gesellschaft der Liebhaber von Rassehunden, den Typ „Schwarzer Schäferhund“ offiziell anzuerkennen. Ihre Popularität breitete sich anschließend in Frankreich und Deutschland aus, doch im Herzen der Alpen wurde ihre Vielseitigkeit besonders geschätzt: als Hütehund, Wachhund und sogar als Suchhund im Gebirge.
2. Körperliche Merkmale
2.1 Größe und Gewicht
Der offizielle Standard sieht eine ideale Widerristhöhe von etwa 60 bis 66 cm bei Rüden und 56 bis 62 cm bei Hündinnen vor. Das Gewicht liegt in der Regel zwischen 25 und 35 kg, abhängig von Statur und Muskulatur. Trotz dieses imposanten Erscheinungsbildes bleibt der BNS anmutig und gut proportioniert.
2.2 Fell und Gesamterscheinung
Wie der Name schon sagt, ist der Schweizerische Schwarze Schäferhund stets schwarz, manchmal mit einigen kohle- oder feuerfarbenen Schattierungen. Sein Fell ist dicht und doppelschichtig: eine Schicht rauer Haare, bedeckt von einer weichen und isolierenden Unterwolle. Im Winter reflektiert dieses Fell subtil das Licht, während es im Sommer leichter wird und so die Thermoregulation erleichtert.
3. Temperament und Verhalten
3.1 Beziehung zur Familie
Der BNS ist vor allem ein Herzensbegleiter. Sehr aufmerksam baut er eine starke Bindung zu jedem Familienmitglied auf. Kinder schätzen in der Regel seine Sanftheit, doch es ist wichtig, ihm sehr früh die guten Manieren beizubringen, um zu vermeiden, dass er die Rolle des „autoritären Wächters“ übernimmt. Geschichten von einem wachsamen Hund, der „seine Familie schützt“, sind bei Züchtern zahlreich.
3.2 Erziehung und Sozialisierung
Um jegliche Form von übermäßiger Misstrauen zu vermeiden, sollte die Sozialisierung schon im jungen Alter beginnen: Kontakt zu verschiedenen Personen, Geräuschen und Umgebungen. Das Lernen durch positive Verstärkung (Leckerlis, Streicheleinheiten, verbales Lob) ist besonders gut auf seine Sensibilität abgestimmt. Ein gut erzogener BNS erweist sich als gehorsam, ohne seine wachsame Natur zu verlieren.
4. Bewegungs- und Umweltbedürfnisse
- Körperliche Aktivität : Der Schweizerische Schwarze Schäferhund benötigt mindestens 1 Stunde 30 Minuten aktive Spaziergänge pro Tag, mit Spielsessions, Wanderungen oder Cani-Cross-Einheiten.
- Mentale Stimulation : Gehorsamkeitsspiele, Agility-Parcours oder Suchspiele sind essenziell, um Langeweile und destruktives Verhalten zu vermeiden.
- Lebensraum : Ein großer eingezäunter Garten ist ideal, das Wichtigste ist jedoch, regelmäßige und abwechslungsreiche Ausgänge bieten zu können.
5. Gesundheit und Langlebigkeit
Im Allgemeinen robust, kann der Schweizerische Schwarze Schäferhund zwischen 11 und 13 Jahre alt werden. Dennoch kann er, wie viele mittelgroße bis große Rassen, anfällig für bestimmte spezifische Erkrankungen sein.
- Patellaluxation : Bereits ab dem Absetzen zu überwachen.
- Gelenkprobleme (Hüft- und Ellbogendysplasie) : Überprüfung durch offizielle Röntgenaufnahmen bei Zuchttieren.
- Dermatitis und Kontaktallergien : Sein dichtes Fell kann die Vermehrung von Keimen begünstigen, wenn die Hygiene nicht regelmäßig erfolgt.
6. Ernährung
Die Ernährung muss von guter Qualität sein, angepasst an Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau. Ein Welpe des Schweizerischen Schwarzen Schäferhundes benötigt speziell für das Wachstum formuliertes Futter, reich an tierischen Proteinen und ausgewogen im Calcium/Phosphor-Verhältnis. Im Erwachsenenalter wird eine Premium-Diät mit 25–28 % Proteinen und 12–15 % Fett empfohlen. Eine Gewichtskontrolle bleibt entscheidend, um Gelenkprobleme zu begrenzen.
7. Erziehung und tägliches Training
- Grundgehorsam : Sitz, Platz, Rückruf, Fußgehen.
- Gruppenspiele : Frisbee, Agility, Fährtenarbeit.
- Selbstkontrollübungen : Geduld und Frustration lernen, besonders um seine Schutztriebimpulse zu steuern.
8. Leben in der Gesellschaft: Verträglichkeit und Ratschläge
Der Schweizerische Schwarze Schäferhund versteht sich im Allgemeinen gut mit anderen Hunden, vorausgesetzt, er ist richtig sozialisiert. Er kann mit Katzen zusammenleben, sofern eine schrittweise Einführung und Beaufsichtigung erfolgt. Draußen führt seine natürliche Wachsamkeit manchmal dazu, dass er bellt, um einen Fremden zu melden: Ein frühes Training für Ruhe wird empfohlen, um Lärmbelästigungen zu begrenzen.
9. Einen Schweizerischen Schwarzen Schäferhund wählen: Züchter und Kosten
Um einen SSS zu erwerben, ist es entscheidend, sich an einen seriösen Züchter zu wenden, der im Schweizerischen Herkunftsbuch (LOSH) oder im Französischen Herkunftsbuch (LOF) eingetragen ist. Hier einige wichtige Punkte zur Beachtung:
| Schritt | Wesentliche Punkte |
|---|---|
| Besuch der Zuchtstätte | Sauberkeit und Lebensbedingungen der Elterntiere und Welpen |
| Gesundheitsuntersuchungen | Zertifikate für Hüft- und Ellbogenröntgen |
| Kaufvertrag | Gesundheitsgarantie und Rückgabeklauseln |
| Preis | Zwischen 1.200 € und 1.800 € je nach Linie und Tests |
| Nachbetreuung | Beratung und Unterstützung durch den Züchter |
10. Fazit
Der Schweizerische Schwarze Schäferhund ist ein kompletter Hund, der Intelligenz, Energie und Treue vereint. Seine bergigen Ursprünge zeigen sich in einer ausgeprägten Vorliebe für Aktivität und Entdeckung, während sein sanftes Wesen ihn zu einem idealen Begleiter für dynamische Familien macht. Einen SSS zu adoptieren bedeutet, einen Lebenspartner zu wählen, der Aufmerksamkeit und Stimulation verlangt, aber die Liebe und den Respekt, die man ihm schenkt, hundertfach zurückgibt.







